Interaktiver Brunnen mit Jumping-Jet Wasserspiel

Ideen- und Realisierungswettbewerb "Loriot zu Ehren" des Kulturverein Brandenburg an der Havel e.V.

Interaktive Brunnenanlage mit zwei Figuren aus Viktor von Bülow’s Werk:
Loriot’s großer Ratgeber
Bello, der sprechende Hund
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Als zentrale Figur in der Mitte des Brunnens ruht die Figur „Loriot‘s großen Ratgeber“. Bello, der sprechende Hund wird zitiert, indem der Springbrunnen, ein Ballett aus “Jumping-Jet“ Wasserstrahlen auf Außengeräusche reagiert.
Die registrierten Geräuschereignisse wie Rufen, Klatschen, Bellen, das Krähen einer Krähe, oder das Horn eines vorbeifahrenden Schiffes, werden nach Parameter wie Länge, Lautstärke und Dynamik registriert, analysiert und zu einer individuellen Choreographie von „fliegenden Wasserwürsten“ umgerechnet, die unmittelbar im Anschluss an das Klangereignis abläuft. Ein Satz wie: „Otto holt große rote Rosen“ würde also im entsprechenden Sprachrhythmus wie „Hoho ho hoho hoho hoho“ interpretiert und nach einem Zufallsalgorithmus für sechs bis acht oder zwölf Ventile choreographiert wiedergegeben werden. Ist es ruhig, ruht auch der Brunnen. Die Passanten müssen selber herausfinden, dass der Brunnen auf sie reagiert.
Die Intention ist hierbei, den elegant- und intelligent-hintergründigen Humor des Viktor von Bülow in einer neuen Form darzubieten. Es sollte etwas sein, das dem Herrn von Bülow, der stets offen für neue Formate war, gefallen würde.
Brunnensketch
Das Brunnenbecken weist eine schlichte Form auf. Es ist flach und hat eine schwarze Wasseroberfläche. Es ist aus Beton gegossen mit mit schwarzer, bzw. graphitfarbenen Ummantelung aus Mosaiksteinen, Granit oder Schiefer, eingefasst. Mittig ruht die Skulptur „großer Ratgeber“ in Lebensgröße. Sie kann aus Kunststoff oder Epoxydharz hergestellt werden. Farbe: Schwarz und Weiß, die Rosenblüte Rot. Es soll eine glatte und glänzende Kunststoff-Oberfläche sein.
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Das Jumping-Jet Springbrunnen-System zeichnet sich dadurch aus, dass durch starken Druck und blitzschnelles Öffnen und Schließen der Ventile sog. „Wasserwürste“ zielgerichtet abgeschossen werden können. Der Beugungswinkel (Druck), der Abschußintervall, sowie die Länge des Wasserstrahls, bzw. Unterbrechungen ist komputergesteuert und individuell programmierbar. Die Ventile sind in der Brunnen-Innenwand eingelassen. Die Geräusche werden von mindestens einem Mikrophon erfasst und durch die Software „Max MSP“ umgerechnet. Hierbei werden bestimmte Parameter wie Lautstärke, Frequenzanteile und Ereignislänge analysiert und festgelegten Befehlen zugeordnet. Diese Befehle steuern über ein Midi-zu-Volt Interface die sechs bis acht oder zwölf Abschuss-Einheiten.