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HANSEvideoartWORKS

Anlässlich der diesjährigen Hansetage vom 22. – 25. Mai in Lübeck präsentiert die Kunsthalle St. Annen unter dem Motto Zurück in die Zukunft 21 Videokünstler aus 17 Hansestädten.
Teilweise wurden die Videofilme von den nationalen und internationalen Künstlern eigens für den spezifischen Ausstellungsort der Lübecker Kunsthalle St. Annen angefertigt. Die Videokunst zeigt zu diesem Thema ein breites Spektrum ganz unterschiedlicher und abwechslungsreicher künstlerischer Umsetzungen.

Teilnehmende Künstler:
Belgien, Brügge:  Jasper Rigole,Deutschland, Buxtehude: Tanja Rathjen, Greifswald: Linda Perthen, Herford: Jessica Koppe, Lüneburg: Tilman Küntzel, Münster: Nikola Hamacher, Neuss: Jürgen Hille, Osnabrück: Ulu Braun, Salzwedel: Sheila Swift, Estland, Pärnu: Janno Bergmann, Viljandi: Madis Luik, Schweden, Visby: Kristina Frank, Niederlande: Harderwijk: Fikret Koç, Zutphen: Jessica Muller, Norwegen, Bergen: Doppler Artist group Kjersti Sundland, Bjørg Norunn Taranger, Maria Øy Lojo, Polen, Danzig: Mateusz P?k, Russland, Velikiy Novgorod: Dimitriy Zahv, Mariya Aksentieva, Anton Loginov.

Jürgen Landmann

luna_trippel

Luna blindfolded
Die Schiffe der HANSE konnten in den von ihnen befahrenen Meeren keine Spuren hinterlassen und wir kennen nicht mehr als die von ihnen genommenen Routen, die bis heute wichtige Verbindungswege zwischen Städten und Ländern geblieben sind.
Die Schiffe der HANSE fahren nicht mehr, aber die durch die HANSE entstandenen Verbindungswege und Verbindungen sind bestehen geblieben; sie leben in einer ihr eigenen Sphäre fort und moderne Schiffe haben das Erbe der alten HANSE-Segler angetreten. Sie zeichnen eine Spur nach, die für uns unsichtbar im Vergangenen beginnt und ihr Ziel in einer Zukunft finden wird, die von unserem Handeln, Wollen und Wünschen geprägt werden will.

LUNA, die Mondgöttin Diana, verkörpert die HANSESTADT LÜNEBURG. Es wurde daran geglaubt, dass Cäsar auf dem Kalkberg Lüneburgs ein Heiligtum zu ihren Ehren errichten ließ; aus LUNABURGUM sei daraufhin der Name Lüneburg entstanden.
LUNA und die Menschen Lüneburgs ihrer Zeit legten den Grundstein für eine Stadtentwicklung, die bis in die heutige Zeit und auch weiter in die Zukunft hineinreichen wird. Der Mensch bleibt blind für Vergangenes wie für Zukünftiges, denn er kann nur das unmittelbar Gegenwärtige sehen.
Er weiß um die Spuren, die in die Vergangenheit und von ihr zurück in die Zukunft weisen, doch sehen kann er sie nicht.
LUNAS Augen bleiben verbunden, obwohl sie um die Fähigkeit ihres Sehens weiß. Und sie weiß von den Schiffen auf den Meeren, die, ohne bleibende Spuren zu hinterlassen, ihren Weg nehmen, den wir als denjenigen erkennen, der uns von der Vergangenheit ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT führt.
Jürgen Landmann, Kulturreferent der Stadt Lüneburg