Lightning Blue

Kunst am Bau Projekt, permantente Audio-/Videoinstallation 2005

Lichtakustische Inszenierung zwischen dem Wasserkraftwerk an der Ruhr und der Fließrinne und Brunnen an der Sparkasse in Fröndenberg an der Ruhr.
Ein Projekt im Rahmen von Hellweg – ein Lichtweg der Region Hellweg (Kurator: Matthias Wagner K) vertreten durch die Kommunen Bergkamen, Fröndenberg, Kamen und Lippstadt, gefördert vom Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes NRW.

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Katalog erschienen 2014, 143 Seiten, 31 Künstler, 10 Städte
Im Jahr 2003 lobte die Stadt Fröndenberg einen Wettbewerb aus. Für das Wasserkraftwerk an der Ruhr sollte eine künstlerische Lichtinszenierung und für den Weg zwischen dem Wasserkraftwerk und der Innenstadt von Fröndenberg eine lichtakustische Skulptur entwickelt werden. Von den eingegangenen Entwürfen wählte die Jury einstimmig den Projektvorschlag von Tilman Küntzel aus, obgleich sich der Künstler entgegen der Ausschreibung lediglich für einen Standort entschieden hatte. Die von Küntzel realisierte Lichtskulptur führte zur Umgesataltung des Brunnens vor der Sparkasse. Dieser wurde mit einem von einer Glasscheibe abgedeckten und im Auslauf des Brunnens versenkten Zylinder versehen. Darin befinden sich mehrere Lautsprecher und ein Videoprojektor, der am Fröndenberger Wasserkraftwerk aufgenommene “Wasser-Bilder” auf die Unterseite der Glasplatte projiziert und über Lautsprecher die Fließgeräusche wiedergibt.
Matthias Wagner K

Konzept:
Das Wasser sprudelt aus dem oberen Teil der Brunnenanlage, läuft durch die Fließrinne zum Einlaufbecken und dort über eine Scheibe, auf die von unten die Live-Bilder von Wasserturbulenzen aus den Turbinenkanälen des Wasserkraftwerks an der Ruhr projiziert werden. Visuelle und akustische Verbindung zwischen den beiden Polen Wasserkraftwerk (Außenbereich) und der Fließrinne des Brunnens an der Sparkasse (Innenbereich). Energitransfare Wasserkraftwerk – Innenstadt: stetige Bewegungen des Wassers und die Geräuschbildung bei aktiver Turbinentätigkeit.
– Installation von Kameras und Mikrophone an der Gewölbedeck der Turbinenschächte.
– Sandstrahlgereinigung des Brunnenbecken am Nordende.
– Glättung der Oberfläche der Kugel. Im Becken integrierte Strahler.
– Wiederherstellung des Wasseraustritt aus der Kugel.
– Intensvierungt der Wassermenge.
– Neugestalltung des Einlaufbeckens zur Projektionsfläche der Videobilder aus den Turbinenauslaufkanälen.
Neben dem Einlaufbecken liegen unterirdisch zwei Schächte, links der Wassersammelschacht und rechts der Versorgungsschacht. Da der Versorgungsschacht nunmehr ungenutzt ist, wird dieser zur Unterbringung der audiovisuellen Technik umgerüstet.

Bei der Ausführung beteiligte Firmen:
Planung & Bauleitung: Ing. – Büro Hagen, Menden
Schachtbauwerk: Fa. Wastrohr, Münster
Tiefbauarbeiten: Fa. EVS, Menden
Glasarbeiten: Fa. Heuer & Garre, Dortmund
Medientechnik: Fa. et-medientechnik, Unna
Brunnenabdeckung: Fa. Klostermann, Bestwig
Elektroarbeiten: Fa. Stier, Fröndenberg
Leitungsarbeiten: Stadtwerke, Fröndenberg
Videoüberwachung: Fa. Hormann, Menden

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