Fallen Chandelier

Licht-/Klanginstallation

International Light Art Award (ILAA) Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna 2017,  The Ghost in the Mashine Villa du parc des Tanneurs, Rennes (F) + Musée d’art et d’histoire Saint-Brieuc (F) 2016, SoundSeeing V Städtische Galerie Ahlen 2013, Die Blaue Nacht Nürnberg 2013, Parliament Rennes (Fr) 2011, Le Bon Accueil Rennes (F) 2010, Klangraum Flensburg Museumsberg Flensburg 2007, Kunst im Georgengarten Dessau 2006, Festival Electric Renaissance Halle a.d. Saale 2005, Singuhr – Hörgalerie in Parochial Berlin 2004, Rencontres Internationales Paris/Berlin Podewil, Berlin 2003, Rohkunstbau 2003 Wasserschloss Gross Leuthen/Spreewald 2003.

Ein Bleikristall-Kronleuchter liegt wie heruntergefallen auf dem Boden. Fenster des Raumes sind notdürftig zugenagelt. Zwischen den Bretter scheint etwas Licht hindurch. Im Inneren des Kronleuchters flackern unregelmäßig, sterbend und leise, ein Haufen Glühbirnen. Die Lichtbewegungen brechen sich in den Glaskristallen und werfen tänzelnde, teils spektralfarbene Schattenspiele an die Wände. Gleichzeitig werden die Steuerungsmodule des Flackerns, Bimeltalschalter aus Startern, durch Mikrophonierung und 25 im Raum verteilte Lautsprecher hörbar. Die Rhythmen stehen im direkten Bezug zu den Lichtbewegungen, da es die Schaltvorgänge sind die als Rhythmen gehört werden. Jeder Bimetalschalter hat einen eigenen Klang und Rhythmus. Das Zusammenspiel von 25 individuellen Rhythmen assoziiert Klänge die an das Klimpern aneinander schlagender Glaskristalle erinnern. Die bewegten Schatten an den Wänden wirken wie ein Ballett, das nach den Rhythmen tanzt. Die Dichte der Schaltvorgänge über längere Zeit strapaziert die Bimetalkontakte so sehr, dass sich die Klänge und Rhythmen verändern und somit auch die Lichtbewegungen.
Inspiration hierzu war die Erinnerung an die Kronleuchter aus Salzkristalle im polnischen Salzbergwerk Wieliczka, heute Museum, die dort in 60 bis 80 Meter Tiefe in sakralen Hallen hängen.