Alle Beiträge von Tilman Küntzel

Neophonie – Deckenbeleuchtung als selbstspielendes Instrument

Bestandteil der Installation ist die den Raum durchziehende Leuchtstoffröhrenleiste mit 16 Leuchtkästen. Durch eine bewusst herbeigeführte Fehlschaltung wird ein unregelmäßiges Flackern der Leuchtstoffröhren generiert. Der dadurch entstehende unregelmäßige Lichtrhythmus spiegelt sich an der gekachelten Wand wieder. Die durch die Fehlschaltungen entstehenden Schaltgeräusche werden von 16 Mikrophonkapseln abgenommen und durch 16 keine Verstärkerelemente und 16 Druckkammerlautsprecher hörbar gemacht. Die Lautsprecher werden den einzelnen Leuchtkästen zugeordnet und an der Decke zwischen Leuchtkasten und Wand angebracht. Sie werden mit der Schallöffnung gegen die Wand ausgerichtet.

Bärwalder See

Gruppenausstellung „transNATURALE ’08 –  4. Licht|Klang|Festival“
HARBOUR SYMPHONIE
Aufführende: Laura Mello, Jef Chippewa, Karsten M. Drohsel, Paul Lange, Maik Pechtold, Martin Backes, Biljana Milkov.
29. – 31. August 2008
Kunstparcour um den Bärwaldes See
Mit Marion Tischler, Maja Nagel, Holger Stark, Mila Burghardt, Rainer Müller, Tilman Küntzel, Marcus Große+Christoph Bartsch, Matthias Lehmann, Michael Voigt, Jo Siamon Salich.

TransNaturale Bärwalder See, Oberlausitz

live-performance  at Bärwalder See August 2008

Die Komposition Harbour Symphonie, wurde 1998 im Hafen von St. John’s, Neufundland (Kanada) uraufgeführt. Das Stück ist für fünf Schiffs-/Nebelhörner notiert, die unterschiedliche Tonhöhen aufweisen. Der Komposition liegt ein Taktmaß im Sekundenrhythmus zugrunde. Zu Beginn der Aufführung bekommen die Aufführenden einen Count-Down durch eine Konferenzschaltung am Handy übermittelt. Dann zählen sie die Sekunden und drücken die Hörner nach Partitur. Für die transNaturale werden die Schiffs-/Nebelhörner mit Autobatterien betrieben
Die Komposition besteht aus verschiedenen Konstellationen kurzer und langer Signale. Nebelhörner sind weit hörbar. Durch lange Pausen zwischen den Signalen werden die Umgebungsgeräusche bewusster wahrgenommen. Je nach Standort wird jeder Zuhörer seine eigene Wahrnehmung über den Ort und die akustische Umgebung haben. Die Konzerte sollten in der Dämmerung stattfinden.
Performing Musicians:
Laura Mello, Jef Chippewa, Karsten M. Drohsel, Paul Lange, Maik Pechtold, Martin Backes, Biljana Milkov, Véronique Ansorge, Wolfgang Kick, Andrada-loana Vaida

Wir sind Reichskristallnacht

Gegenüberstellung von Einzelschicksale:
Opfer von Pogrome und Opfer von Mobbing heute

Ein Untersuchungsprojekt.

Begriffskorrektur
Der Begriff „Reichskristallnacht“, wie er in der Ausschreibung zu diesem Projekt verwendet wird ist ein Terminus der „böswilligen Verharmlosung“ und verherrlicht das Brennen der Synagogen vom November 1938 in Deutschlanfd und Österreich. „Das funkelt, blitzt und glitzert wie bei einem Fest“ (Avraham Barkai 1988 in W. H. Pehle, Der Judenpogrom 1938 S. 113) Es handelte sich auch nicht um eine Nacht, sondern mindestens um eine Woche, in der der staatlich indoktrinierte Mob Mitbürger jüdischer Herkunft aus Habgier beraubt und mindesten 400 Menschen zu Tode gemeuchelt hatte. In den Folgetagen wurden bis zu 30.000 Mitbürger jüdischer Herkunft in Konzentrationslager inhaftiert, wo abermals hunderte Menschen starben.

Novemberpogrom und Klangkunst
Angesichts dieses unvorstellbaren Grauens erscheint es mir als Farce mit einer Ästhetisierung durch „Klangkunst“ an diese Ereignisse erinnern zu wollen. Eine künstlerische Ästhetisierung des Massenmord erscheint mir wie eine Verharmlosung eines kollektiven Verbrechens und birgt die Gefahr, dass nicht deutlich wird ob die Vorkomnisse verherrlicht, verurteilt oder legitimiert werden sollen. Ebenso erscheint mir der Versuch von Peter Eisenman als Farce, eine Betroffenheit beim Durchschreiten des Steelen-Pakurs zu erzeugen, wie auch der Holocaust-Turm von Daniel Liebeskind als „Ort der Stille“ im Neubau des Jüdischen Museeum eine Face ist, wenn damit ein Gefühl der Betroffenheit über das Unvorstellbare erzeugt werden soll.

Projektbreschreibung
Mit meinem Projekt unter dem provokanten Titel «Wir sind Reichskristallnacht» im Sinne von «Wir sind Papst», «Wir sind Bundeskanzlerin» oder «Wir sind Weltmeister» möchte ich einen Diskurs über Strukturen menschlichen Miteinanders anregen und meine damit, dass die Ereignisse der Judenverfolgung seit altersher nicht auf die Schandtat eines faschistischen Schurkentaats zu reduzieren ist, mit dem ein aufgeklärter Mensch der Neuzeit nichts zu tun habe. Vielmehr sind solche Geschehnisse nicht möglich, ohne dass sie nicht auch von einer breiten Bevölkerung mitgetragen werden, die, wenn auch durch ein totalitäres Regime mit geschicketer Propaganda indoktriniert, nicht selten und kollektiv als «Mob» zum ausführenden Täter wird. Alle Pogrome gegen Christen und Juden verliefen unter Ausführung der Bevölkerung. Letztendliche Beweggründe des Einzelnen in derartigen Kollektivprozessen basieren zumeist auf Neid, Habgier und Intolleranz einer Minderheit gegenüber.

Global führen diese Eigenschaften nach wie vor weltweit zu Pogromen auch wenn sie nicht als Pogrom bezeichnet werden, wie beispielsweise 1998 bis 2002 in Ost-Timor, wo zehntausende Menschen grausam ums Leben kamen, im Krieg auf dem Balkan oder bei Stammesfehden in Somalia mit einer Millionen Toten, in Ruanda zwischen Hutsis und Tutsis wo sich in nur 100 Tagen zwischen April und Juni 1994 800.000 (!) Menschen gegenseitig abschlachteten. Oder aktuell in Südafrika, wo Schwarze gegen schwarze Einwanderer mit bestialischer Gewalt vorgehen. Diese Gewalltexzesse berühren uns jedoch wenig, da sie sich weit weg von unserer Haustür abspielen und wir von solchen Zahlen in den Medien überschüttet werden: 10.000 Todesopfer bei Erdbeeben in China oder 10.000 Todesopfer durch Zyklon in Birma im Mai 2008 etc.

Lokal und im Kleinen spielen sich aber auch Kleinkriege in unserer unmittelbaren Umgebung ab, die auf den gleichen Eigenschaft wie Neid, Habgier und Intolleranz beruhen und seit Ende der 70 Jahren mit dem Begriff «Mobbing» beschrieben werden. Hier fließt nicht unbedingt Blut und Mobbing führt auch nicht unmittelbar zum Tode, auch wenn zahlreiche Mobbingopfer in den Freitod getrieben wurden. Diese Form des Psychoterrors erfüllt dennoch den Tatbestand der Körperverletzung und führt zu Arbeitsunfähigkeit, weshalb auch die rechtliche Gegenwehr vorwiegend innerhalb des Arbeitsrechtes angesiedelt ist. Mobbing in der Familie jedoch bleibt weitgehend unbestraft, wenn es nicht Ausmaße annimmt wie in dem Inzest-Fall aus Amstetten. An diesem Punkt ist, wie ich meine, eine Betroffenheit zu verpühren, die Vergleichbar ist mit den ungerechtfertigten Angriffen und Denuziationen den jüdischen Mitbürgern gegenüber durch einfache Bürger und «Blockwarte» während der Naziherrschaft.

Was heißt Pogrom? (Ausschnitte Zitiert nach Wikipedia «Pogrom»)
Unter einem Pogrom versteht man eine gewaltsame, auch organisierte Massenausschreitung gegen Mitglieder einer religiösen, nationalen, ethnischen oder andersartig definierten Minderheit oder Gruppe einer Nationalität oder Bevölkerung, verbunden mit Plünderungen und Misshandlungen sowie Mord oder Genozid.
Der Begriff stammt aus dem Russischen und bedeutet übersetzt Verwüstung, Zerstörung, Krawall […] Er wird zunächst verwendet für die Judenverfolgungen im Mittelalter durch die Christen, die religiös motiviert waren: Im Laufe der Jahrhunderte nach Jesu Kreuzigung durch die Konzile der Kirche verschärfte sich die Ansicht, dass „die Juden“ insgesamt am Tode Jesu schuld gewesen wären und insofern „Gottesmörder“ seien, den Texten der Bullen (?) und Konzile nach. Auch für die Pest-Epidemie im 14. Jahrhundert wurden Juden in ganz Europa als die Sündenböcke dargestellt. Als Begründung für diese Massenverfolgungen dienten den Christen außerdem widersprüchlicherweise die Besonderheiten der jüdischen Religionsgemeinschaft sowie deren (meist erzwungene) Absonderung in den städtischen Ghettos.

Was ist Mobbing? (Ausschnitte Zitiert nach Wikipedia «Mobbing»)
Mobbing oder Mobben (von englisch mob „Meute, Gesindel, Pöbel, Bande“ und to mob „anpöbeln, angreifen, über jemanden herfallen“) steht im engeren Sinn für „Psychoterror am Arbeitsplatz mit dem Ziel, den Betroffenen aus dem Betrieb hinauszuekeln.“ Im weiteren Sinn bedeutet Mobbing, einen Kollegen ständig zu schikanieren, quälen und verletzen, beispielsweise in der Schule, am Arbeitsplatz, im Sportverein, im Altersheim oder im Gefängnis. Typische Mobbinghandlungen sind Verbreitung falscher Gerüchte, Zuweisung sinnloser Arbeitsaufgaben, Gewaltandrohung, soziale Isolation oder ständige Kritik an der Arbeit. Wissenschaftliche Untersuchungen gibt es zu Mobbing am Arbeitsplatz und Mobbing in der Schule. […] Typische Mobbinghandlung betreffen etwa organisationale Maßnahmen (zum Beispiel Kompetenzentzug oder Zuteilung sinnloser Arbeitsaufgaben), soziale Isolierung (zum Beispiel Meiden und Ausgrenzen der Person), Angriffe auf die Person und Ihre Privatsphäre (etwa Lächerlichmachen der Person), verbale Gewalt (zum Beispiel mündliche Drohung oder Demütigung), Androhung oder Ausübung körperlicher Gewalt und Gerüchte.[…] Manche Mobbingforscher bescheinigen, dass Mobbingopfer im Durchschnitt ängstlicher, unterwürfiger und konfliktscheuer sind. […] Als weitere Ursache für Mobbing gilt die Persönlichkeit des Mobbers. Einige gehen davon aus, dass Menschen zu Mobbern werden, um ihr schwaches Selbstvertrauen zu kompensieren. Mobber benutzen demnach die Opfer als Prügelknaben und als Projektionsfläche für ihre eigenen negativen Emotionen. […] Am weitesten verbreitet ist unter Forschern die Annahme, dass strukturelle Faktoren Mobbing auslösen. So ist Mobbing eine Waffe (soziale Sanktion) im innerbetrieblichen Wettstreit um knappe Ressourcen (Aufstiegspositionen, Arbeitsplatzsicherheit). Bei wachsender volkswirtschaftlicher Konjunktur nimmt das innerbetriebliche Mobbing daher ab, in der Rezession – wenn vor allem die Arbeitslosigkeit bedrohlicher wird – zu. Äußerst schlechte Arbeitsorganisation und Produktionsmethoden wie etwa unklare Zuständigkeiten, Monotonie, Stress, allgemeine Mängel in der Kommunikations- und Informationsstruktur, ungerechte Arbeitsverteilung, Über- und Unterforderung, widersprüchliche Anweisungen, mangelnder Handlungsspielraum oder Kooperationszwänge gelten als Ursachen für Mobbing. […] Regelmäßige feindselige Angriffe rufen negative Gefühle und starke Verunsicherungen bei den Betroffenen hervor, was zumeist nicht ohne Folgen auf ihr Arbeits- und Leistungsverhalten bleibt. 98,7 % der deutschen Mobbingopfer geben an, dass sich Mobbing darauf auswirkt. Am häufigsten nennen Opfer laut Mobbing-Report Demotivation (71,9 %), starkes Misstrauen (67,9 %), Nervosität (60,9 %), sozialen Rückzug (58,9 %), Ohnmachtsgefühle (57,7 %), innere Kündigung (57,3 %), Leistungs- und Denkblockaden (57,0 %), Selbstzweifel an den eigenen Fähigkeiten (54,3 %), Angstzustände (53,2 %) und Konzentrationsschwächen (51,5 %) Beruflich kann Mobbing zu Kündigung, Versetzung und Erwerbsunfähigkeit des Opfers führen.

Kontent der Installation
Für eine Gegenüberstellung von Einzelschicksalen der Opfer von Pogromen und Mobbingopfern möchte ich Betroffene aus beiden Bereichen recherchieren und, insb. im Bereich Mobbing versuchen diese mit der Kamera zu intervien, sodaß in der Videoprojektion neben den Standbildern bewegte Bilder mit Untertitel eingearbeitet werden können. Die Bildergalerie zeigt dann die Personen aus den bewegten Bildern als Portraits, denen jeweils eine Texttafel mit Beschreibungen ihres Schicksals beigefügt ist.

Beschreibung der Installation in, am und vor dem Gebäude des Collegium Hungarium

Im Gebäude – Bildergalerie / Klänge der Außeninstallation
Ästhetik einer Gedenk- und Dokumentationsstädte
In den Fluren der zu bespielenden Stockwerke soll eine Bildergalerie entstehen, die die Portaits der betroffenen Menschen zeigt. Jedem Bild soll eine Texttafel beigefügt werden die den jeweilige Vorfall schildert. Die Portraits sollen, wenn realisierbar, in gleichformatigen Bilderrahmen presentiert werden. In abwechselnder Reihenvolge sollen Schicksale aus historischen Pogromen (die sich zumeist gegen Juden richteten) soweit aus Mobbing-Vorfällen gesellschaftlicher Institutionen und Nachbarschaftsdissensen etc. dokumentiert werden. Durch ein oder zwei Lautsprecher könnte auch hier die Klänge der Außeninstallation leise zu vernehmen sein. In Zettelkästen sollen die dokumentierten Bild- und Textdokumente auf Din A4 Kopien zum Mitnehmen zur Verfügung gestellt werden.

Vor dem Gebäude – Klanginstallation
Die Klanginstallation besteht aus der Rezitation eines jüdischen Klageliedes, das von einer Frauenstimme solo (Mütterchen, keine ausgebildete Sängerin) leise und auf hebräisch gesungen wird, die sich offenbar auf freiem Feld befindet, z.B. an einem Grab oder angesichts eines Verstorbenen. Der Gesang soll, wie vom Wind getragen durch die Lautsprecher wandern, die vor dem Gebäude unter den Gitterrosten angebracht sind. Zusätzliche Lautsprecher am Gebäude, sowie an den links und rechts befindlichen Gebäuden und in dem gegenüberliegendem Baum wären wünschenswert, sodaß sich die Bewegung der Klänge über den Platz vor dem Gebäude ausbreiten kann (engelsgleich).

Am Gebäude – Videoprojektion
Die Innenprojektion an das große Fenster soll ebenfalls, wie eine Diashow in abwechselnder Reihenfolge die portaitierten Menschen als Foto oder wenn möglich als bewegtes Bild zeigen. In Untertiteln sollen die dazugehörigen Schicksale in Stichworten wiedergegeben werden. Die Portais sollen nicht betitelt werden wie: Mobbing- und Pogromopfer. Vielmehr sollen lediglich die Vorkomnisse skiziert werden, wodurch die Parallele beider Tatenprofile selbstredent deutlich wird. Sehrwohl sollen aber die Namen der Portraitierten angeführt werden, um diese so aus der Annomymität heraus zu holen und die Verbindlichkeit der Aussagen zu unterstreichen. Sollte es gelingen Mobbingopfer zu finden, die bereit wären ihre Erlebnisse vor der Kamera zu schildern, könnte das Video auch entsprechende bewegte Bilder beinhalten. Das Video würde von mir sebst gestaltet werden unter Berücksichtigung der Triptichon-Unterteilung des Fensters.

Praktische Umsetzung
Sollte ich den Zuschlag zur Realisierung dieses Projekts bekommen, würde ich in jüdischen Archiven nach Bildmaterial, sowie nach Beschreibungen einzelner Vorkomnisse insb. während der Novembergogrome recherchieren. Zuhilf käme mir da die Kontakte meines Bruders, dem Historiker und Buchautor Dr. Matthias Küntzel, dessen Arbeitsschwerpunkt bei der Judenverfolgung im dritten Reich, insb. aktuel zum Islamfaschismus liegt. Er verfügt zu besten Kontakten zu jüdischen Einrichtungen und Historikern weltweit.
Ebenso würde ich in den zahlreichen Foren zum Thema Mobbing recherchieren, in Kontakt mit Betroffenen treten und Erlebnisberichte sammeln, sowie Intervies mit Betroffenen führen. Kontakt zu entsprechenden Stellen lässt sich über Internetseiten und –Foren, sowie über Anwälte herstellen, die entprechendes Klientell betreut.
Diese Recherche liegt mir sehr am Herzen, da ich selber beireits als Kind im familieren Umfeld zum Mobbingopfer wurde und mich dadurch bis heute immer wieder mit diesen Strukturen im Miteinander, insb. bei der Ausführung meiner Kunst, konfrontiert sehe.
Dieses Projekt bedeutet mir daher mehr als nur eine weiter Realisierung eines künstlerischen Projekts und birgt für mich therapoltische Qualitäten.

5) Links zum Thema Mobbing
www.mobbing-zentrale.de
www.mobbing-hilfe.de
www.klimaev.de Konflikt-Lösungs-Initiative, Mobbing-Anlaufstelle, Klima e.V.
www.mobbing-werkstatt.de  Gabys Mobbing-Werkstatt mit Informationen über Mobbing
www.beratung-therapie.de – Psychologische Beratung Dipl.-Psych. Volker Drewes
www.erfolgsschmieden.de – Netzwerk für Coaching, Training, Kooperation
www.david-uwd.de – Mobbingfälle in der evangelischen Kirche
www.mobbing-info.ch – Mobbing-Info in der Schweiz
www.mobbing-zentrale.ch – Mobbing-Zentrale in der Schweiz
www.medizin-netz.de – Mobbing-Informationen beim Medizin-Netz
www.konflikt-hilfe.de – Kommentare zum Thema Mobbing
www.ipsm-giessen.de – Initiative gegen psychosozialen Streß und Mobbing
www.fairness-stiftung.de – Die Fairness-Stiftung
www.workrelations.eu – Internationale Mobbing-Informationen
u.v.m.

6) Anlaufstellen zur Recherche zum Theam Judenverfolgung
Alte Synagoge Essen
Anne-Frank-Shoah-Bibliothek, Deutsche Bibliothek Leipzig
Centrum Judaicum, Stiftung Neue Synagoge
Dr.-Erich-Bloch-und-Lebenheim-Bibliothek, Konstanz
Gedenkstätte Buchenwald
Gedenkstätte Nordrhein-Westfalen
Germania Judaica – Kölner Bibliothek zur Geschichte der deutschen Juden
Haus der Wannseekonferenz, Berlin
Jüdisches Museum Frankfurt
Jüdisches Museum Franken, Fürth und Schnaittach
Jüdisches Museum Göppingen
Jüdisches Museum München
Jüdisches Museum Westfalen
Moses Mendelssohn Akademie (Halberstadt)
Sondersammelgebiet Judentum Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main
Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Stiftung Topographie des Terrors
Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland, Heidelberg
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
u.v.m.

Hattingen

Gruppenausstellung
IM DIALOG MIT DEN VÖGELN
6. Juli – 14. September 2008
Kunstverein Bochum e. V. in und um Haus Kemnade Hattingen.
Mit Dunja Evers, Christoph Girardet, Tilman Küntzel, Rana Matloub, Anke Mila Menck, Axel Schweppe, Hubert Steins, Markus Willeke.
Kuratiert von Reinhard Buskies

Intercom System

enschede5
Explosion der Feuerwerksfabrik im Mai 2000

Culture Mile of Enschede, City of Enschede 2008
Free communication and transparency of private live throughout 24 hours open line in between the households, institutions and companies located along the culture mile.
An Internet portal should be established giving information and offering downloads of the Intercom System.
All people connected communicate with each other 24 hours on an open channel (CM_Radio).
Each member is provided with certain hardware units in the shape of a radio display inside the wall. In the public outdoor specially designed units will be installed at reasonable places along the mile.

Topics:
Public Units in public places along the Culture Mile should be installed, so that side walker can witness and interfere into the communication net of CM_Radio at all time.
• A portal of CM_Radio should be published in the Internet offering a live stream along with a chat-room and other information about the Culture Mile project.
• At all time certain musical programmes can be played (back ground music).
• The candidates provided with a unit could organize musical performances and programmes.
The psychology aspect belongs to the history of the aria the disaster took place. Thank to the communication net people from the city in the south can always care about the citizens in the north and hear weather they are okay or not. On the other hand the citizen living in the north know, that they are not alone in case of emergency, even via the internet voices would be heard worldwide.

Techniques:
The function of the radio is like a baby-watch system.
The participants must get an own station in their locations and would be provide with Receiver/Sender Units. For public spaces an especially designed Unit must be installed. To connect all Units a net of cables in between the locations along the Culture Mile must be established (partly in use of the telecom-net?). How far the net grows belongs to the amount of people are willing to get a unit installed in there homes.
The Receiver/Sender Units contains a speaker and two buttons: one for receiving and one for sending which can be used separately or in combination like sending and receiving.
CM_Radio is just bearable by the owner of such an Unit or temporary user of public Units and throughout the internet-stream.
What is been broadcast is basically the live conversation in between the candidates being „on air“ and/or the atmosphere of the home of those people the sender button is caped in on-position.
It is recommended, that the people having the Unit at home often should keep the send-button at on-position, so that there are always sounds bearable „on Air“. CM_Radio allows at any time the verbal communication in between the citizens of the culture mile, so that the citizen can use if for their private despondent. The online stream would be connected from the communication net via an interface to the Server for to be downloading live.

Artist-In-Residence Quartier 21 MuseumsQuartier Wien

zwei 8-Kanal Kompositionen für einen Durchgang zum des MuseumsQuartier

1) Ars Multilingua
International radio football reports as a linguistic composition for TONSPUR 24.
Football coverage for radio is spontaneous audio drama where pragmatic information and stirring reporting become an independent aesthetic product. The reporters‘ voices are martial and lyrical, forming an independent speech organism that reflects the mindset of the appropriate groups of supporters. The installation combines radio reporting to yield a poetic amalgamation where the soundsense (to use a term coined by James Joyce) makes the music.

2) AIR – time to breathe
With this epilogue to the turbulence of the UEFA Cup 2008 Tilman Küntzel alludes to the architecture of the complex, which was originally built as the imperial stables. The selection for the composition »AIR« from the Orchestral Suite No. 3 in D major (BWV 1068) is conceived as an homage to the quartier21 AiR grant programme in the Museumsquartier Wien. It is dedicated to the organiser Elisabeth Hajek, who continues to manage the programme although continually out of breath.

Aix – Arcadia zur Zukunftsfähigkeit von Kulturlandschaften

Temporäre Gärten© in Aachen im Rahmen der EuRegionale 2008
Kurator: Daniel Sprenger, Berlin
14. – 29. Juni 2008 in der Soers, Aachen

In der Soers sind Stare zu beobachten, die Ihren Lebensraum im Länderdreieck um Aachen haben. Diese Tiere weisen ein besonderes Sozialverhalten auf, was sie zu einer sehr erfolgreichen Spezies macht. Zentrale Eigenschaft ist die Fähigkeit Klänge aus der Umgebung zu lernen und zu imitieren. Die so erlernten Klangphrasen, die sehr komplex sein können, werden in das Repertoire eines Individuum aufgenommen, mit stareigenen Lauten gemischt und variationsreich rezitiert. Das somit individuell angereicherte Klangrepertoire wird vom Vater an die Jungtiere weitergelernt. Durch die individuelle Umgebung bildet jedes Brutpärchen so einen eigenen „Dialekt“ aus, durch den sie sich von Individuen aus anderen Regionen unterscheiden. Die Klänge sind vornehmlich aus der unmittelbaren Umgebung entnommen und können sowohl aus dem Gesang andere Vögel bestehen, als auch aus im Wind quietschenden Ästen oder sprudelnden Wasserläufen, sowie aus technischen Geräten wie Autos, Fabrikgebäude oder Handys der Besucher. Je mehr ungewöhnliche  Klänge ein Männchen hervor bringt, des do mehr kann er damit die Weibchen beeindrucken.
Dieses Projekt thematisiert die akustische Wahrnehmung des Raums in der Naturlandschaft Pferdelandpark. Durch das Lauschen nach Stare-Imitationen wird die akustische Wahrnehmung während des Gehens entlang des weißen Weges gefördert.
Mit Dank an Eva Boskamp, Tilman Küntzel 2008

Aachen Soers

Die Temporäre Gärten in der Soers „Aix Arcadie“
UNITS FÜR STARE ZUM LEHREN VON TONFOLGEN
14. – 29. Juni 2008
Mit Beate Lendt+Gerald Lindner+Jeroen Tacx, HUNK design and ID Eddy, Tilman Küntzel, Monika Brenner, Uta Göbel-Groß+Anette Sommer, Team Amplifyl = Altona Galazan+Henn Runnel+ Tit Sind, Mari Toom, Karola Schlegelmilich, Bertram Weisshaar, Trash/Treasure, Andreas Kaiser, Barbara Bouwers+Petra Kahter, Peter Kiefer, atelier le Balte = Marc Pouzol+Véronique Faucher, Gruppe C5 = Philipp Noller+Frank Hauschildt, Kerry Morrison, Ralf Witthaus, Jörg Schlinke, Elyse de Lafontaine, Robert Schmitz-Michels, A.M. Can.
Kuratiert von Daniel Spengler
Katalog