5. Diagonale Festival für neue Musik

Stare über Berlin, 2003

Die 5. DIAGONALE 2013 ist dem Thema SCHWÄRME gewidmet.
Dieses Thema ist für die Forschung hochaktuell und rückt mit Qualitäten wie: kollektive Intelligenz, Reaktionsschnelligkeit und –stimmigkeit, Stabilität und Schutz, kreative Beweglichkeit und vitale Lebensfreude, zum anderen aber auch Manipulier- und Verführbarkeit zunehmend in das Interesse zahlreicher Wissenschaften.
Die CNM möchte diesen spannenden Komplex nun auch im Bereich aktueller  Musik und Kunst thematisieren. Musiker und Künstler unterschiedlichster Genres sowie Menschen aus angrenzenden Tätigkeitsbereichen und Forscher diverser Disziplinen sind aufgefordert, innovative und pointierte Projekte, Inszenierungen, Kompositionen, Experimente, Installationen, Vorträge u.a. zu diesem Thema für das Festival zu entwickeln.
Schwarmartige Ansammlungen und Selbstorganisations-Bewegungen gibt es offensichtlich überall, angefangen von chemischen und physikalischen Wolkenbildungen verschiedenster Materien über die fantastischen Schwärme in Flora und Fauna, die sozialen und kulturellen Prozesse der Menschen bis hin zu den unendlichen Welten des Mikro- und Makrokosmos. Es scheint eine ausgeprägte Tendenz zu existieren, mit seinesgleichen größere Einheiten zu bilden und Ähnliches zu tun. Gemeinsamkeit bietet u.a. Geborgenheit, Vielfalt, Lust und Spiel. Natürlich auch unter den Menschen, siehe Schulhof, Disco, Fußballplatz, Stadtfeste, Demonstrationen, wie auch in der Musik beim Chorsingen, Orchesterspiel oder bei spontanen Sessions. Und in ganz anderen Dimensionen schwärmt es inzwischen weltweit in den digitalen Netzwerken.
Hinter urdemokratischen Prinzipien wie dem permanenten Wechsel von Führen und Folgen, der Aufhebung starrer Hierarchien und der ständig offenen  Entscheidung zu Opposition und individueller Freiheit lauert allerdings auch die  Gefahr von Verführung und Manipulation.

5. Oktober 2013, Rudolf Oetker-Halle Bielefeld
6. Oktober 2013,Theater Gütersloh
Eine Veranstaltung der Cooperativa Neue Musik Bielefeld in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt Bielefeld und dem Theater Gütersloh. Gefördert mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen.

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1/13 Stareschwärme am Berliner Dom 2003

Die Blaue Nacht Nürnberg

Lüster - audiovisuelle Rauminszenierung

Für die Blaue Nacht verleiht Tilman Küntzel dem Foyer der Nürnberger Akademie den morbiden Charme einer verlassenen Baustelle: 40 Glühlampen machen den Raum zum Aufführungsort eines geheimnisvollen Tanzes aus Licht und Schatten. Als akustisches Pendant dazu werden die kristallinen Klänge der Schaltvorgänge an die im Raum verteilten Lautsprecher geleitet. Die Installation ist ein einziges großes, sich selbst spielendes Instrument. Sehen und Hören verschmelzen hier zu einer einzigen synästhetischen Wahrnehmung.

19. Mai 2013 19h – 1h
Foyer der Nürnberger Akademie

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USAP > Urban Solar Audio Plant

Auscultare, 12-channel version

mit Textpassagen aus einer Lehrkassete zur Auskultation des Herzens.
Sound Engeneer: Michal Dudek

Do More With Less
12-channel audio works.
USAP steht für Urban Solar Audio Plant und ist ein WLAN-gesteuertes Surround Sound System für den Öffentlichen Raum. USAP ermöglicht hochqualitativen Multikanalton für eine Vielzahl von Anwendungen. Das System ist mobil und nutzt Solarenergie Speicher. Die Soft- und Hardware für USAP wird stetig weiterentwickelt.
Wir stehen in permanenter Kooperationen mit Forschungsinstituten, Klangkünstlern, Musikern und anderen Akteuren der Darstellenden Künste. Daher sehen wir diese Arbeit als interdisziplinären Brückenschlag von der Wissenschaft zur Kunst
Wir reisen mit unserem mobilen, multikanaligen Lautsprecherpark europaweit
und verwandeln wechselnde Plätze direkt vor Ort in grossflächige Hör-Parks.

C60 COLLABORATORIUM, Bochum, Konrad-Adenauer-Platz
17th – 20th May 2013, 20:00
Contemporary Art Ruhr (C.A.R.) Media Art Fair
Friday, 31st May 2013, Saturday, 1st June,
Traumzeit festival in Duisburgat Landschaftspark Nord,
Saturday, 22nd June & Sunday, 23rd June 2013
Electroacoustic Juke Joint
festival of electronic music and art, Delta State University, Cleveland, USA
November 12 – 14, 2009

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Urban Solar Audio Plant

Festival Hörraum:Atmosphären

Neophonie

Das Ausgangsmaterial von Neophonie besteht aus Aufnahmen kontrollierte Fehlschaltungen von Leuchtstoffröhren aus meiner audiovisuellen Installation „Neophone Rauminszenierung“, die ich seit 2003 in verschiedenen Anordnungen gezeigt habe. Bis zu 200% verlangsamt werden die Schwingungen elektrischen Impulse der Zündvorgänge hörbar. Die akustischen Aufnahmen im Raum machen den Nachhall sowie leichte Rückkopplungen im Raum hörbar und bilden durch die Verlangsamung das sphärische Schweben. Komponiert habe ich den Verlauf der zufällig auftretenden Störgeräusche durch das Einfügen von Geräuschen der Insekten wie Zikaden und Heuschrecken, die, meist durch mechanisches Reiben, ähnliche Impulsfrequenzen aufweisen. Der künstliche Raum füllt sich so mit organisch-perkussiven Ereignissen aus Klangräumen der Natur.

In einem gemeinsam vom ZKM | Institut für Musik und Akustik und der Akademie der Künste durchgeführten internationalen Kompositionswettbewerb wurden Künstlerinnen und Künstler aufgerufen, Atmosphäre darstellende akusmatische Kompositionen oder Miniaturen einzusenden. Dabei konnte es sich um Field-Recordings, synthetische, konkrete, aber auch städtische Klänge handeln. Die Vorgaben ließen den Künstlerinnen und Künstlern einen großen Freiraum, um ihre Vorstellungen zu diesem Thema zu artikulieren.

ZKM Wettbewerbsstücke
Aus insgesamt 61 internationalen Einsendungen wurden zehn Werke mit einem Preis prämiert (Stücke Nr. 1-10) und elf weitere (Stücke Nr. 11-21) zur Präsentation im Hörraum ausgewählt, die in einem zweistündigen Loop dauerhaft während der Ausstellung in Berlin laufen. Alle ausgewählten Stücke werden zu einem späteren Zeitpunkt auch in einer Veranstaltung am ZKM | Karlsruhe dem Publikum zu Gehör gebracht werden.
Im Rahmen von Kultur:Stadt
Ausstellung 15. März – 26. Mai 2013
Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin
Studio Foyer der Akademie der Künste Berlin
8. – 19. Mai 2013

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Neophonie Rauminszenierung Stadtgalerie Bremen 2001

Tempo, Tempo!

drei-Kanal Videocollage Länge: 10 Min.

Themenausstellung
Tempo, Tempo! Im Wettlauf mit der Zeit
Museum für Kommunikation Berlin
Leipziger Str. 16, 10117 Berlin
12 April bis1. September 2013
Kurator: Katrin Petersen
Konzeption: Unit Design Frankfurt a.M.
Aufbau der Videoinstallation: Cine-Plus Berlin

1/4 Tempo-Tempo! Screenshot.

Partiturenausstellung / ständige Einrichtung

Stiftung Internationale Musikschulakademie
Kulturzentrum Schloß Kapfenberg in 73466 Lauchheim

Gezeigt werden in drei Gästezimmern der Musikschulakademie:

Harbour Symphony
Komposition für sechs Schiffshörner
Uraufführung im Rahmen des St. John’s Sound Symposium 1998 im Hafen von
St. John’s, Neufundland, Kanada auf dort ankernden Schiffen.
Länge: 6,07 min., 1998

Studie für Geräuscherzeuger
Komposition realisiert unter Verwendung selbsgebauter Gräuscherzeuger
gespielt vom Komponisten. Aufgenommen im Multiplay-Verfahren mit einer
Uher-Royal-de-Lux Bandmaschine.
Länge: 5.54 min., 1983

Studie in drei Teilen
für Flöte, Cello, Klavier, zwei Percussionisten und Sprecher
Länge: 12 min., 1985
Uraufführung „Hochschule für Bildende Künste“ Hamburg 1985
Klavier: Dorothea Grießbach
Cello: Susanne Backa
Flöte: Sabine Bergk
Percussion: Elke Gron
Geräuscherzeuger, Stimme: Tilman Küntzel
Aufnahme: K.P. Brehmer

Harbour Symphony in einem Gästezimmer der Musikschulakademie Schloß Kapfenburg

Tilman Küntzel @ Berliner Liste

im MUMA, Köpenicker Straße 70, Berlin

13. – 16. September  2012

Vogelbaum
mixed media, 2012
200 x 75 cm
Synaesthesia, mixed media
100 x 138 cm
Extended Painting
Oil on canvas (slit) color changeing LEDs, 2012
152 x 108 cm
Mother don’t cry (a sequence of three)
Ink and indian ink on paper, 2012
120 x 80 cm
People
Ink on hand made paper
2012, 102 x 70 cm

in the lounge:
Lüster
audiovisual object, 2003

Permanente Klanginstallation Deutschen Nationalbliothek Leipzig

Cave Music Länge: 28 min., 2012

in der Ausstellung
Zeichen – Bücher – Netze: Von der Keilschrift zum Binärcode
des Deutschen Buch und Schriftmuseums Leipzig
in der Deutschen Nationalbliothek Leipzig

Vor der Schrift nutzten Menschen Laute und Bilder, um sich zu verständigen. Knochen wurden geritzt, Höhlenwände besprüht. Frühe Formen der Sprachkommunikation werden bereits beim Homo Erectus vermutet, der vor bis zu 1,8 Millionen Jahren die Erde bevölkerte. Strukturierte Sprache entsteht erst allmählich. Die Klanginstallation von Tilman Küntzel versetzt den Zuhörer in eine Sphäre der Sprechgesänge und der gesprochenen Sprache, in ein Zeitalter der Mündlichkeit.
Stefan Iglhaut (Iglhaut+von Grote GmbH)

Kleist: Krise und Experiment

Vier pseudokleistsche Objekte

Ephraim-Palais | Stadtmuseum Berlin
21. Mai 2011 bis 29. Januar 2012

1) Energiefeldpotentiometer 169
2) Harnsteingenerator
3) Magnetresonanzspindel 415
4) Mineralkonvergenziometer

Energiefeldpotentiometer No169